Zwei exklusive Cabrio-Prototypen aus der Karmann-Sammlung in Osnabrück: VW Typ 3 Cabriolet und Karmann Ghia 1600 Typ 34 Cabriolet

Diese offene Klassiker aus dem Hause Karmann sind ein echter Hingucker – und dazu ausgesprochen exklusiv: Die Rede ist vom besonders raren Typ 3 Cabriolet und vom Karmann Ghia 1600 Typ 34 Cabriolet.

Das Fahrzeug ist nie in Serie gegangen, stattdessen sind insgesamt nur 16 handgefertigte Karosserien entstanden. Einer dieser Typ 3 Cabriolet-Prototypen aus dem Jahre 1961 wurde einst als Dienstfahrzeug von Johannes Beeskow genutzt, dem damaligen technischen Leiter der Karmann-Werke. Technisch basiert die Studie auf dem Modell Volkswagen 1500, der 1961 erschienenen Mittelkasse (Typ 3). Besonders stolz waren die Konstrukteure auf die große Panorama-Heckscheibe sowie das vollständig versenkbare Verdeck, das dem Wagen gerade im geöffneten Zustand eine besondere Eleganz verleiht.

Platz für vier bis fünf Personen, eine zeitlos elegant gestreckte Silhouette und ein vollständig versenkbares Verdeck mit ungewöhnlich großer Heckscheibe: Die offene Version des Volkswagen 1500 (Typ 35) sorgte für großes Aufsehen. Allerdings nicht nur, weil es Volkswagen schaffte, den Prototyp bis zur Präsentation tatsächlich geheim zu halten, sondern weil vor allem das Konzept überzeugte: Dank üppigen Platzangebots sollte das Typ 3 Cabriolet nicht nur die Urlaubsreise mit der Familie komfortabler machen. Mit seiner aufwendigen Verdeck-Konstruktion brachte das elegante Cabriolet vor allem bezahlbaren Luxus in die Mittelklasse. Es war die gelungene Symbiose bewährter, weiter verfeinerter Volkswagen Technik und unerreichter Karmann-Expertise im Verdeck-Bau. Warum das Cabriolet nie in Serie ging, bleibt bis heute ein Geheimnis.

1965 ging das Cabriolet in die Osnabrücker Karmann-Sammlung über. Im Zeitraum von 2015 bis 2017 wurde es einer umfangreichen Komplettrestauration unterzogen.

Ebenso faszinierend ist die „offene Eleganz“ als 2+2-Sitzer: Das Karmann Ghia 1600  Typ 34 Cabriolet. Der offene 4-Sitzer wurde – parallel zum Volkswagen Typ 3 – im Jahr 1961 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) erstmals vorgestellt. Wie das Typ 3 Cabriolet blieb auch die offene Version des „großen Karmann Ghia" ein Prototyp, von dem nur ein Dutzend Exemplare entstanden. Das Verdeck lässt sich auch hier vollständig versenken, wodurch die zeitlos-elegante Linienführung unverändert bleibt.

Beide Exponate stammen aus Osnabrück, wo man auf eine lange und erfolgreiche Historie in puncto Cabriolet-Fertigung zurückblicken kann: Bereits 1949 lief im damaligen Karmann-Werk das Käfer Cabriolet in erster Generation vom Band. Auch das begehrte und äußerst elegant gezeichnete Karmann Ghia Typ 14 Cabriolet (1957 bis 1974) sowie alle Golf Cabriolet Generationen stammen aus Osnabrück. Ab 2020 wird Volkswagen Osnabrück das erste SUV-Cabriolet in der Geschichte der Marke produzieren – das T-Roc Cabrio. (Bilder: VW)

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