Wiedergeburt und Weltpremiere zugleich: Der VW Buggy kehrt zurück!

Kurze Rückblende: Inspiriert durch selbstgebaute und Sanddünen-taugliche Fahrzeuge kalifornischer Muschelsucher hatte der US-Amerikaner Bruce Meyers in den frühen 1960er Jahren eine geniale Idee und setzte auf das gekürzte Chassis eines VW-Käfers eine offene GFK-Karosserie. Dank des um rund 360 mm gekürzten Radstandes begeisterte die Konstruktion mit äußerst agilem Handling und der leichte Body sorgte zudem für grandiose Beschleunigungswerte – der legendäre Strand-Buggy „Meyers Manx“ war geboren. Durch erfolgreiche Motorsport-Einsätze wie bei der „Rallye Mexican 1000“ wurde der Manx-Buggy im Sunny State schnell populär.

Auch die Europäer finden den Buggy toll

Auch außerhalb Kaliforniens gewann das Buggy-Konzept rasch Freunde. Allerdings gelang es Meyers nicht, seine „Erfindung" patentrechtlich zu schützen, und so tauchten schon bald Nachahmer auf, die eigene Buggy-Modelle auf den US-Markt brachten. In Europa kam der Buggy-Style ebenfalls gut an und machte Furore. Innerhalb kurzer Zeit war der Fun-Car ein gefragtes Fahrzeug, worauf diverse Hersteller sowohl Buggy-Bausätze als auch komplette Fahrzeuge mit unterschiedlichen Motorisierungen anboten.

Der neue VW ID. Buggy feiert Weltpremiere auf dem Genfer Automobil-Salon 2019

Aktuell zeigt Volkswagen auf dem Automobil-Salon in Genf eine mögliche Neuauflage des VW Buggy, eine Studie des ID. Buggy, der hier Weltpremiere feierte und dessen Parallelen zu den kalifornischen Dune-Buggys der 60er-Jahre nicht zu übersehen sind. Allerdings ist der ID. BUGGY ein Zero-Emission-Vehicle, das mit seinen technischen Möglichkeiten an die Moderne anknüpft. Die Basis bildet hier das Chassis des Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB), in dessen Fahrzeugboden eine Hochvoltbatterie integriert ist. Dieser Lithium-Ionen-Akku versorgt im Fall des ID. BUGGY den 150 kW / 204 PS starken Elektromotor im Heck mit Strom. Ebenfalls denkbar wäre ein zusätzlicher E-Motor in der Vorderachse, um so einen Allradantrieb mit „elektrischer Kardanwelle“ zu realisieren.

Stets Open-Air: Der ID. BUGGY verzichtet auf Dach und Türen

Um jederzeit den Fahrtwind spüren zu können, wurde bewusst auf ein festes Dach und Türen verzichtet. Deshalb zeichnet sich der unverwüstliche und minimalistisch konzipierte Innenraum durch wasserfeste Materialien aus. Die Studie ist ein reiner 2-Sitzer; alternativ wäre der ID. BUGGY auch als 2+2-Sitzer umsetzbar. Der in einer Aluminium-Stahl-Kunststoff-Mischbauweise hergestellte Karosserieverbund ist selbsttragend. Dank des modularen Aufbaus kann der obere Karosseriebereich vom MEB-Chassis gelöst werden.

MEB-Chassis des ID. BUGGY steht auch anderen Herstellern zur Verfügung

Ein klares Signal an Kleinserienhersteller und Start-ups. Wie einst öffnet sich Volkswagen mit dem Konzept des ID. BUGGY externen Produzenten, die auf dieser Basis einen emissionsfreien Dune-Buggy einer neuen Zeit bauen können. Generell besitzt der MEB darüber hinaus das Potenzial, für viele Automobilhersteller zur neuen technischen Basis der E-Mobilität zu werden. Anfang 2019 hatte Volkswagen erstmals angekündigt, den MEB als Elektrofahrzeug-Plattform auch Wettbewerbern zugänglich machen zu wollen. (Fotos: Volkswagen)

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