Unverschämt bullig: 87er Golf II GTI 16V mit Motorsport-Genen

Für Hans Peil haben vor allem die frühen Golf-Baureihen einen außergewöhnlichen Reiz. „Richtig gut finde ich den Golf II“, sagt der VW-Fan. „Das war noch ein Auto mit Ecken und Kanten. Ein echter Charakter-Typ mit hohem Wiedererkennungswert.“ Stimmt, und dank der vielen Details kann dieser Golf II GTI 16 V auch im Detail mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten.

Martialische Optik sorgt für Aufmerksamkeit

Keine Frage, dezentes Design und stilistisches Understatement sehen anders aus. Viel lieber tragen Hans und sein Golf erkennbar dick auf. Denn mit den angesetzten und weit ausladenden mbl-Radläufen geht der Golf GTI gewaltig in die Breite, und zwar je Seite um stolze 90 mm. Mit der wuchtigen Heck-Schwinge, die Hans in Eigenarbeit anfertigte, setzt der Golf sogar noch eine stilistische Schippe drauf. Und zwar mächtig. „Wenn schon, denn schon“, lautet die simple Begründung des Niederländers für das martialische Styling.

Ordentlich zur Sache geht es auch an der Front, wo der offene Luftfilter ein gutes Stück aus der eigens hierfür gelöcherten Grill-Blende demonstrativ herauslugt. Im Zusammenspiel mit der im Dachblech nistenden Lufthutze, dem zentrierten Bonrath-Wischer und den abgeklebten Rundscheinwerfern verfügt der GTI über den markigen Auftritt eines kampferprobten Tourenwagens.

Doch zurück zur Heckpartie, die sich vom Stoßfänger befreit zeigt. Dadurch gewinnt der Golf II spürbar an motorsportlichem Image. Als i-Tüpfelchen fungieren grüne Hella-Rückleuchten. Die Tönung harmoniert hervorragend mit dem Topping-Thema aus weißer Original-Lackierung und grünen Akzenten.

Kraftvoller Look und starke Leistung

An der Kurbelwelle des 1,8-Liter-Vierzylinders liegen dank einer Fitness-Kur mit Schrick-Nockenwelle und durchsatzstarker Eigenbau-Auspuffanlage mit Remus-Endschalldämpfer statt den serienmäßigen 126 PS nunmehr 156 Pferdestärken an. Seine Frischluft saugt der Motor über einen offenen Luftfilter an, der durch eine runde Aussparung im Frontgrill demonstrativ herausragt. Eine weitere Output-Steigerung kündigte der Kfz-Mechaniker bereits schon an: „Bei der nächsten Gelegenheit bestücke ich den Vierzylinder noch mit einer Weber-Doppelvergaseranlage.“

Hoch energetisches Erscheinungsbild

Ganz zum bulligen Boliden abgerichtet, drehen stimmig verbreiterte G60-Stahlfelgen auf den Achsen mit 2 x 5-mm-Spurplatten hinten ihre Runden. Hans bestückte die 15-Zöller im Format 10 x 15 Zoll rundum mit 195/45er Reifen von Toyo. Per einem modifizierten JOM-Gewinde-Fahrwerk geht es für den Body ein gutes Stück abwärts, verstellbare Dom-Lager (Camber Plates) und Domstreben vorne und hinten sorgen zusätzlich für eine stabile Lage auf dem Asphalt. Nur gut, dass die Backen aufgrund der Radlaufverbreiterungen ordentlich aufgebläht wurden, denn die Radhäuser müssen mit der tief eintauchenden Radreifen-Kombi einiges zu verdauen. Alles in allem wirkt der Golf GTI wie eine geballte Faust auf Rädern.

Komfort raus – Sportsgeist rein in die Kabine!

Auch im Innenraum erweist sich der Golf kompromisslos zum Straßenrenner getrimmt. Eine Rückbank sucht das Auge nämlich ebenso vergebens wie Verkleidungen und Dämmstoffe im Fond. Stattdessen hielten ein massiver Überroll-Käfig und knackig-straffe Schalensitze in die Kabine Einzug. Ein Nardi „Fittipaldi“-Lenkrad komplettiert die Sport-Ausstattung des 87er Golf.

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