Ultimativer Strandkreuzer: Der 1974er Volkswagen Acapulco Thing

Von 1968 bis 1980 produzierte Volkswagen  den Typ 181, der hierzulande anfänglich als Militär-Geländewagen ausschließlich für die Bundeswehr bestimmt war, aber schließlich auch für Privatleute käuflich wurde.Ab 1970 bis 1980 wurde der 181er auch in Mexiko als „VW Safari“ gebaut. Während er in Deutschland unter dem nüchternen Verkaufsnamen „Kurierwagen“ lief, um die verbale Nähe zum Kübelwagen der ehemaligen deutschen Wehrmacht zu vermeiden, verpassten ihm die Soldaten der Bundeswehrdennoch den Spitznamen „Kübel“.

 

In den USA wurde das Modell unter dem Spitznamen „The Thing“ deutlich bekannter als mit seinem eigentlichen Namen. So bekannt, dass Volkswagen of America begann, diesen Nickname auch in seine Werbekampagnen im Fernsehen, auf Poster und in Kataloge einfließen zu lassen, ohne jedoch die Modellbezeichnung aus Mexiko aus dem Programm zu streichen.

 

The Thing avancierte zum echten Sommerklassiker für Leute, die auf diesen coolen und zugleich puristischen, aber sehr originellen Wagen mit hohem Fun-Faktor voll abfuhren. Da waren die abnehmbaren Türen, das versenkbare Verdeck und die umklappbare Windschutzscheibe, was für ein Open-Air-Fahrerlebnis wie bislang noch kein anderer Volkswagen gesorgt hatte. Aufgrund des hohen Beliebtheitsgrades des Wagens entstanden auch einige ungewöhnliche Ableger vom Typ 181, darunter der Acapulco Thing.

 

Diese Thing-Variante wurde speziell für zwei legendäre High-End-Resorts in Acapulco entwickelt, einem beliebten Ferienort in Mexiko und Reiseziel für Hollywood-Prominente in den 1960er und 1970er Jahren. Als The Thing im mexikanischen Puebla zusammengebaut wurde, nutzten die Hotels am Meer den kastenförmigen Strandkreuzer, um wohlhabende Urlauber vom Flughafen an die sonnenverwöhnte Küste der Stadt zu bringen. Die Beliebtheit des Acapulco Thing bei der noblen Kundschaft des Hotels führte dazu, dass Volkswagen von Mai bis Juli 1974 eine limitierte Auflage von insgesamt etwa 400 Stück des Resort-Kreuzers produzierte.

 

Die meisten Acapulco-Modelle wurden in Blizzard White mit blauen Akzenten auf den Kipphebeln, Trittbrettern, Stoßstangen und dem Armaturenbrett lackiert, obwohl Volkswagen auch Versionen mit den Grundfarben Orange, Rot und Gelb herstellte. Das Auto hatte an allen vier Türen abnehmbare Seitenvorhänge, und die Sitze waren mit blauen Seestreifen gepolstert, was zu seinem Küstenlook beitrug. Das normale Thing-Verdeck konnte auch durch ein sitzangepasstes Vinyl-Surrey-Oberteil auf einem speziellen hochkarätigen Rohrrahmen ersetzt werden.

 

Zu den verfügbaren Zubehöroptionen für das Auto gehörten ein Überrollkäfig aus geschweißtem Stahl, ein abnehmbares Glasfaser-Hardtop (mit Gepäckträger), ein äußerer Reserveradträger, eine vordere Stoßstangen-Schubstange, eine elektrische Winde, ein Radio sowie eine vordere und hintere Anhänger-Kupplung, verchromte Sporträder und eine unter dem Armaturenbrett liegende Klimaanlage. Wie seine Thing-Geschwister wurde das Auto von einem luftgekühlten 1,6-Liter-Boxermotor im Heck angetrieben, der mit einem Viergang-Schaltgetriebe gekoppelt war.

 

Im Laufe der Zeit wurde der Acapulco Thing sowohl zu einem Sammlerstück als auch zur Vorlage für die Restaurierung von anderen Fahrzeugen vom Typ 181. An ein überprüfbares Exemplar in einem anständigen Zustand zu kommen, ist heutzutage schwer und der Preis liegt inzwischen meist weit über 10.000 US-Dollar. (Fotos: Volkswagen AG / Volkswagen of America)

 

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