The "Ultimate" - 1990er Porsche RUF BTR Carrera 4 Turbo

In den späten 1980er Jahren war die gleichnamige deutsche Firma von Alois Ruf nicht mehr nur ein Porsche-Tuner. Die deutsche Regierung hatte RUF den Status eines vollwertigen Herstellers zuerkannt. Mit dem Yellowbird CTR, der den Porsche 911 3.2 in ein 213-mph-Monster (342 km/h) verwandelte, wendete sich das Blatt für RUF.

1988 brachte Porsche mit dem 964 den raffiniertesten 911er aller Zeiten auf den Markt. Seine vergleichsweise stromlinienförmige Form ließ kaum erahnen, was sich darunter verbarg. Der 964 Carrera 4 war der weltweit erste 911 mit Allradantrieb. Das vom 959 abgeleitete Allradsystem war komplex, aber bewährt und mit einem fortschrittlichen Antiblockiersystem verbunden.

Der hier gezeigte schwarze Porsche 911 ist jedoch nicht mehr nur ein Carrera 4. Der Wagen wurde von dem bekannten Beddor-Clan amerikanischer Bergrenn-Enthusiasten neu bestellt und sofort zu RUF nach Pfaffenhausen geschickt, wo er zunächst als 385 PS starker BTR ausgestattet wurde - aber selbst das beschreibt kaum seinen heutigen Status. Zwischen 1992 und 1993 rüstete RUF den Motor für rund 225.000 Dollar zu einem turbogeladenen 3,8-Liter-Boxermotor der nächsten Generation mit 425 PS auf, der an ein selbst entwickeltes automatisiertes Schaltgetriebe RUF EKS gekoppelt ist. Das einzigartige Getriebe kommt ohne ein herkömmliches Kupplungspedal aus und ermöglicht so schnelle, stressarme Schaltvorgänge. Verbesserte Bremsen und eine steifere Aufhängung sorgen dafür, dass er Kurven mit höherer Geschwindigkeit durchfahren kann, und RUF fügte dem Carrera 4-Antriebssystem ein einstellbares Differenzial hinzu. Die Beddors fuhren mit diesem einzigartigen RUF mehrere bemerkenswerte Erfolge ein, bis sie 1996 auf ein neueres RUF-Modell umstiegen, wie es bei ihnen so üblich war.

Die Karosserie verfügt über einen integrierten Überrollkäfig, ein nicht vorhandenes Schiebedach, keine Airbags, eine komplette Ausstattung mit Leichtbau-Kabinenausstattung, einen von RUF installierten Widebody-Kit, einen massiven Ansaugspoiler und niedrig angesetzte Rennspiegel. Interessanterweise wurden das Radio, die Klimaanlage und die Kabinenheizung beibehalten, um einen optimalen Komfort zu gewährleisten. Im Jahr 2018 wurden die Ventilsteuerzeiten angepasst und der von RUF modifizierte KKK-Turbolader mit neuen Dichtungen versehen. Kürzlich wurde das einzigartige RUF EKS-Getriebe von Tim Taylor bei Red Car Restorations in der Nähe von Dallas, Texas, einer gründlichen Diagnose unterzogen und seine Dehnungsmessstreifen-Automatik überarbeitet.

Dieser BTR ist sowohl ein bedeutendes Stück der RUF-Geschichte als auch ein brauchbarer Hochleistungssportwagen, der für das Vergnügen bei hohen Geschwindigkeiten konzipiert und gebaut wurde.(Photos: RM Sothebys)

 

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