Stilvoll veredelter 1990er Porsche 911 (964) mit Airride und traumhaften BBS-Rädern

Die Silhouette eines Porsche 911 gehört zweifelsohne zu den schönsten Linienführungen im Automobilbau. Daran gibt es wohl kaum etwas zu verbessern. Für entsprechende Schockmomente und heftige Diskussionen im Netz sorgen daher regelmäßig per Flex entstellte Porsche-Karosserien mit „Liberty Walk“-Umbau. Doch wie so oft im Leben gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Für Gernot Gutmann dagegen ist klar, einen Flachmann wie diesen Porsche fasst man höchstens an, um ihn tieferzulegen.

Dieser Boxer ist frisch wie in der ersten Runde

Das tat der 44-jährige Medizintechniker aus Österreich dann auch, um seinen 2016 im Originalzustand erworbenen Porsche 964 Baujahr 1990 ein wenig zu veredeln. Doch zuvor erhielt der 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer des vormals in Bayern bewegten Elfers erst einmal eine komplette Motorüberholung, damit die 250 Pferdchen aus dem Zuffenhausener Stall auf der Bahn wieder perfekt galoppieren. Für besseren Abgasdurchzug wurde zudem ein 200-Zellen-Kat samt „Cup-Bogen“ verbaut. Lowrider auf Luft von Lowrider.at Um den bereits flachen 911er noch gute 12 Zentimeter tiefer zu bekommen, griff man zu einem Airlift-Luftfahrwerk aus dem Hause Lowrider.at zurück, das per Gewindeeinstellung feinjustiert werden kann und das dank der entsprechenden Steuerung dem Porsche binnen weniger Augenblicke zu einer absolut unverschämt tiefen Optik verhilft. Den Einbau und die Feinabstimmung des Systems übernahm der Air Lift Master Dealer für Österreich, Christian Müller, persönlich. Angenehmer Nebeneffekt der „erniedrigenden“ Prozedur: Die wunderschönen Felgen vom Typ „E88“ kommen so noch besser zur Geltung.

Den 911er zieren Felgen-Schmuckstücke vom Typ E88 in 18 Zoll

Für deren Sonderanfertigung zeichnet Thomas Müller von „Müller Felgen“ aus Bayern verantwortlich. Unbestätigten Gerüchten zufolge kennt er sich in der BBS-Materie so gut aus, dass man ihn mitten in der Nacht wecken und mit verbundenen Augen einen Satz Felgen zusammenschrauben lassen könnte – das Ergebnis wäre perfekt. Im Fall von Gernots Porsche lieferte der „BBS-Papst“ 8,5 und 10 x 18 Zoll messende Rundlinge mit Panzer Polish veredelten 2,5- und 3-Zoll-Außenbetten, sowie schwarz gepulverten Innenbetten und verchromten Schrauben in die Alpenkulisse des Nachbarlandes. Da sitzen die 215/40er vorn und 245/35er Reifen hinten sprichwörtlich wie angegossen und passen wie eine zweite Haut.

Alcantara und Carbon dominieren den Innenraum

Zu „tief gestapelt“ passt auch „tief geschüsselt“, ein Attribut, welches auf das OMP-Lenkrad zutrifft, das auf der Lenksäule steckt. Darüber schmiegt sich schwarzes Alcantara ebenso wie über das Armaturenbrett und die Verkleidungsteile. Dazu sorgen rote Ziernähte, die sich durch alle Bezüge ziehen, für peppigen Kontrast. Die Recaro-Schalensitze erhielten ebenfalls ein edles Finish, bestehend aus feiner Kunstfaser und Carbon, Sattler Gabor und RS-Tuning zeichnen für die Vervollkommnung des Innenraums verantwortlich.

Das Stuttgarter Orchester spielt in der letzten Reihe

Nach der Entfernung der Kennzeichenmulde an der Front gab es als Krönung eine Neulackierung im Farbton „Schiefergrau“. Rot lasierte Rückleuchten und ein schwarz lackiertes Innenleben der Scheinwerfer runden die Maßnahmen ab. Beim Thema Musik blieb Gernot zurückhaltend. Zwar buhlen eingebaute GTI-Lautsprecher von JBL, befeuert von einem Kenwood-Radio, um die Gunst von Fahrer und Beifahrer, doch vergeblich. „Die schönste Musik kommt vom Boxer hinten“, so Gernots Fazit, was zweifelsohne voll und ganz unterschrieben werden kann.

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