Ratgeber: Darum solltet Ihr von Eurem Oldtimer ein Wertgutachten haben.

Nicht nur wer seinen Oldtimer verkaufen will, sollte den genauen Wert seines Klassikers ermitteln lassen, auch wenn es um die Versicherung des Oldtimers geht, macht dies Sinn. Und auch wer das begehrte H-Kennzeichen haben möchte, für den ist ein Wertgutachten ebenfalls äußerst hilfreich. Im Gegensatz zu einem ganz normalen, gebrauchten Alltagsfahrzeug, wo ein möglichst junges Baujahr, geringe Laufleistung, die Ausstattung und der technischer Zustand für die Wertermittlung herangezogen werden, spielen bei klassischen Fahrzeugen ganz andere Werte eine Rolle wie Originalität, eine lückenlose Historie bei der Restauration, die Seltenheit des Fahrzeugs oder wie groß die Nachfrage nach dem Modell am Markt ist.

Wer seinen Oldie liebt, sollte daher in ein professionelles Wertgutachten investieren, so Achmed Leser vom TÜV Thüringen. Der Schaden- und Wertgutachter stellt immer wieder fest, dass Besitzer von Oldtimern oftmals enttäuscht sind, wenn nach einem Unfallschaden erst im Nachhinein der Fahrzeugwert von der Versicherung geschätzt wird. Wer allerdings der Versicherung ein Wertgutachten mit kompletter Fotodokumentation vorlegen kann, hat in der Regel gute Karten, auch den Preis zu bekommen, den sein Fahrzeug tatsächlich wert ist, denn in die Wertermittlung durch einen anerkannten Gutachter fließen vielfältige Parameter ein, darunter auch der aktuelle Marktwert vergleichbarer Modelle.

Bei einer Oldtimerbegutachtung werden die Fahrzeuge nach Noten von eins bis fünf bewertet, wird die Note 1 vergeben, ist das Fahrzeug in einem makellosen Zustand. Solch ein Oldtimer ist in einem optischen und technischen Zustand, der wie neu oder sogar besser ist. Von Oldtimerbewertungen, die sich ausschließlich an Online-Autobörsen orientieren hält Achmed Leser nicht viel. Oftmals würden dort Fahrzeuge angeboten, nur um Preise auszutesten, auf klassischen Oldtimer-Auktionen ließen sich da reellere Preise erzielen. Eine Fahrzeugbewertung nach Wertermittlungstabellen, wie sie bei jüngeren Baujahren angewendet werden, sei aufgrund der Individualität eines historischen Fahrzeugs kaum geeignet.

Auch für das begehrte H-Kennzeichen ist ein Wertgutachten hilfreich. Für Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, kann es als Nachweis des Originalzustandes herangezogen werden. Das trifft inzwischen auch auf Fahrzeuge zu, denen man den Oldtimerstatus nicht ansieht. So kann bereits jetzt ein Golf der zweiten Generation als Oldtimer zugelassen werden, vorausgesetzt er erfüllt die strengen Auflagen für die H-Kennzeichnung. Neben den finanziellen Vorteilen bei der Kfz-Steuer und -Versicherung ermöglicht ein  H-Kennzeichens auch die freie Fahrt in den Umweltzonen, denn in der Regel würden die meisten klassischen Fahrzeuge keine grüne Umweltplakette bekommen. (ampnet/deg)

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