Pothole Rodeo 2018: Erster Etappen-Bericht vom Team „Bullivers Reisen“

Liebe Leser, das von uns unterstützte Team „Bullivers Reisen“, welches an der Abenteuerrallye Pothole Rodeo 2018 teilnimmt, haben wir Euch ja schon Ende April hier im Blog vorgestellt.
 
Heute gibt es vom Teammitglied Lukas Popp-Hilger den ersten Etappenbericht von der Rallye:
 
Am Samstag starteten wir pünktlich um 9 Uhr bei der Shopping City Seiersbag
in Graz. Wir entschlossen uns  gleich von Beginn an auf die einfachere
Alternative, die Autobahn, zu verzichten und gondelten gemütlich durch die
Oststeiermark gen ungarische Grenze. Leider mussten wir den Balaton, das
ungarische Meer, auslassen, um unsere Strecke etwas abkürzen zu können, da
unser lieber Bulliver nur Höchstgeschwindigkeiten von ca. 90 km/h (bergab)
erreicht. Wir durchquerten Ungarn Richtung Kroatien, um nach einer kurzen
Durchreise gleich wieder Serbien anzusteuern. An der serbischen Grenze
wurden wir gleich mal ordentlich gefilzt. ;) Aber wir erreichten ohne Probleme
um 7 Uhr abends die zweitgrößte Stadt Serbiens - Novi Sad.
Die Donaumetropole begrüßte uns trüb und regnerisch und so ließen wir den
Abend mit einem gemeinsamen Abendessen mit unseren neuen Tiroler Freunden
vom Team #62, die sich gleich ab Graz an unsere Fersen geheftet hatten,
ausklingen und schauten zusammen noch das WM-Spiel Kroatien gegen Russland an.
 
Heute, am Sonntag, ging es zeitig los: Um 7:45 Uhr war Treffpunkt bei unserem
ersten Checkpoint, dem Einkaufszentrum BIG am Stadtrand Novi Sads. Wir
versuchten noch in aller Eile, die Tageschallenge des ersten Tages (den
Hubraum aller 150 teilnehmenden Teams herauszufinden) fertigzustellen und
gaben unsere Ergebnisse an den Punkterichter, der uns sogleich auch die
Challenge unserer 2. Etappe überreichte - in einem Umschlag erhielten wir 3
Geldscheine zu je 1 rumänischen Leu. 3 Leu entsprechen ca. 0,60 €. Hierfür
sollten wir so viele unterschiedliche Früchte mit einem Mindestdurchmesser
von 3 cm bei einem Obst- und/oder Gemüsehändlers unseres Vertrauens
ergattern. Wir machten uns also vom Novi Sad aus Richtung Nordosten.
 
Die erste Panne: Keilriemenwechsel bei mächtigem Starkregen
 
Die Grenzkontrollen verliefen mehr als entspannt - als der rumänische
Grenzbeamte am sehr kleinen Grenzübergang uns fragte, wie viele Teams wir
wären und unsere Antwort (150) hörte, drehte er sich um, ging ins
Kontrollhäuschen, und gab diese Info an seine Kollegen weiter, worauf diese
in schallendes Gelächter ausbrachen und ein paar Minuten vergingen, ehe
sich einer der Männer wieder mit ernsterer Miene herausblicken lassen
konnte. ;) Kurz nach Timisoara setzte dann strömender Regen ein und es
dauerte nicht lange, bis ein rumänischer Pkw vor uns aufgrund von
Aquaplaning sein Fahrzeug zerlegte. Als wir hielten, um zu helfen, zeigte
unser Bulli seine ersten Schwächen: aufgrund der Überlastung (Gebläse,
Scheibenwischer, Warnblinkanlage etc.), quittierte der Keilriemen seinen
Dienst und wir mussten uns mit Müh und Not auf den Pannenstreifen retten.
Bei Starkregen wechselten wir den Keilriemen und fuhren bis zur nächsten
Haltemöglichkeit, um uns zu trocknen. Durch den Zeitverlust und die noch
lange Strecke bis Sighisoara wählten wir ab hier den kürzesten Weg und
konnten um 19 Uhr in unserer Pension einchecken. Sighisoara (oder
Schäßburg) ist ein romantisch verwinkeltes Städtchen, das uns bestimmt
nicht das letzte Mal gesehen hat. :) Morgen geht es weiter nach Moldawien, wo uns die Hauptstadt Chisinau erwartet - wir sind gespannt!
 
Das war´s fürs erste
 
Viele Grüße aus Transsilvanien
Lukas
 
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