Open Air-Umbau: Bildschöner 1966er VW T1 Bus aus dem Ruhrpott

Schiebedach, Klimaanlage, zugfreie Innenraumbelüftung – über solche Extras kann Maik Wiemann nur müde lächeln. Wenn er an seinem 66er T1 Kasten für schnellen Luftaustausch sorgen möchte, dann tut er das, was Immobilienexperten zur Schimmelverhinderung in Wohnungen raten: Stoß- und Querlüften. Angesichts der vielen Türen und Öffnungen ist das bei Maiks Bulli auch total unkompliziert möglich.

Auch in der Freizeit lautete die Devise „Schweißen und Löten"

Der 46-Jährige leitet beruflich ein Unternehmen für Sanitär- und Heizungsbau, und ist auch in seiner Freizeit dem Kontakt mit Metall und dessen Weiterverarbeitung mittels Schweiß- und Lötgeräten nicht abgeneigt. So war es für Maik auch kein weiteres Problem, als er im Jahr 2016 besagten T1 in einem ungeschweißten, aber nicht ganz so prickelnden Zustand erstand. Der Lack war in einem eher schlechten als rechten Zustand, und dazu kam noch die fehlende Innenausstattung.

Doppeltürer, Mitteldurchgang, Faltdach - Platz ist nach allen Seiten

So lautete das Motto für Maik fortan nach Feierabend „jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“. Sein Doppeltürer Kasten (inklusive Mitteldurchgang) verlangte dem Gevelsberger einiges an Aufmerksamkeit ab. Heute, rund zwei Jahre später, erstrahlt er wieder im neuen Lack, genauer gesagt in den beiden Farbtönen „Mango“ und „Altweiß“, aufgetragen durch Lackierer Ralf Düllmann aus Ennepetal.

Tiefgang und Motor-Update für kernigen Antritt

Satt steht er da, der kultige T1. Mit Umbau auf T2a-Vorderachse und Schräglenker-Hinterachse sowie ordentlicher Tieferlegung schmiegen sich die 5,5 x 15 Zoll messenden BRM Felgen und ihre 185/55er, bzw. 195/60er Reifen ordentlich in die Radkästen. Im Heck sorgt ein 1.776 Kubikzentimeter Typ-1-Motor mit 40er Weber Vergasern für ordentlich Vortrieb und dank des Vintage Speed Auspuffs auch für kernigen Sound.

Den Innenraum möbelte Maik mit Kunstleder und Kunststoff auf

Im nackten Innenraum konnte sich Maik ziemlich frei austoben. So bezog er die Sitze, die Verkleidungsteile, sowie die Schlafbank hinten mit einer Mischung aus hellgrauem und dunkelgrauem Kunstleder und verlegte Schiffsbodenteppich mit fein säuberlich geketteltem Rand. Wenn Maik dann die eingangs erwähnte Lüftungszeremonie durchführen möchte, öffnet er die Türen auf der linken und rechten Seite des Bulli und zudem noch das nachgerüstete Faltdach des Renault Twingo. In Nullkommanix weht eine frische Brise durch den Innenraum.

Maik macht das Schrauben an seinem Bulli-Schmuckstück sichtlich Spaß

Ob man mit einem Umbau jemals wirklich am Ende der Ideen und Möglichkeiten ist, mag jeder für sich selbst beantworten. Maik jedenfalls bringt es passend auf den Punkt: „Fertig wird man nie“, zumal der Bus nicht sein erstes und einziges Hobby ist. Denn es gibt da noch einen VW Jetta 1. Und der hat schließlich hin und wieder auch ein wenig Liebe und Zuneigung nötig.

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