Oldtimer auf dem Prüfstand: Klassiker schneiden besser als jüngere Fahrzeuge ab!

In Deutschland sind Oldtimer nach wie vor sehr gefragt und beliebt, was auch die ungebrochen hohen Besucherzahlen auf der Techno Classica 2018 in Essen erneut widerspiegelten. Betrachtet man dazu die konkreten Zulassungszahlen der Oldtimer mit H-Kennzeichen, sind momentan fast 480.000 Fahrzeuge zu verzeichnen, was eine Steigerung von 11% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Zusammengerechnet  mit den Fahrzeugen ohne H-Kennzeichen sind es insgesamt rund 700.000 Klassiker, die hierzulande unterwegs sind und ihr 30-jähriges Jubiläum bereits hinter sich haben.

Doch wie es um den technischen Zustand dieser Fahrzeuge bestellt? Dazu hat die GTÜ, die Gesellschaft für Technische Überwachung, Vorkriegsfahrzeuge und Klassiker der Altersgruppe 30 bis 40 Jahre unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft.

Deutlich weniger Mängel als bei jüngeren Fahrzeugen

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Meist sind die alten Schätzchen gut in Schuss und im Vergleich mit vielen ihrer jüngeren „Artgenossen“ mit deutlich weniger technischen Mängeln unterwegs. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die meist sehr gepflegten Klassiker mit H-Kennzeichen bei den Mängeln im Durchschnitt auf dem Niveau der acht bis neun Jahre alten Pkw in der GTÜ-Mängelstatistik liegen.

Mehr als die Hälfte ohne Beanstandung

Mit Erreichen des Oldtimeralters sinkt die Mängelzahl der Pkw mit H-Kennzeichen auf deutlich unter 50 Prozent. Bei den 30 bis 40 Jahre alten Autos sind 29,3 Prozent der Klassiker mit „geringen Mängeln“ unterwegs. Der Anteil der „erheblichen Mängel“ liegt bei 17 Prozent. Mehr als die Hälfte der Klassiker (53,7 Prozent) erhält bei der Hauptuntersuchung (HU) die neue Prüfplakette bereits im ersten Anlauf.

Zum Vergleich: Bei den Oldtimern ohne H-Kennzeichen liegt die Mängel­zahl der Fahrzeuge mit über 55 Prozent deutlich höher. Mit „geringen Mängeln“ sind hier 31,8 Prozent und mit „erheblichen Mängeln“ 23,3 Prozent der Klassiker unterwegs. 44,9 Prozent absolvieren die Hauptuntersuchung „ohne erkennbare Mängel“.

Bei den von der GTÜ im Jahr 2017 im Rahmen der HU untersuchten Oldtimern stellten die Prüfingenieure am häufigsten Mängel in den Baugruppen „Fahrgestell, Rahmen, Aufbau“, „Bremsanlage“, „Beleuchtung, Elektrik“, „Umweltbelastung“ und „Achsen, Räder, Reifen, Aufhängungen“ fest.

Vorkriegsklassiker in vorbildlichem Zustand

Ein völlig anderes Bild geben die Klassiker aus der Vorkriegszeit: Bei den für den Straßenverkehr zugelassenen Oldtimern der Baujahre 1920 bis 1940 sind 75 Prozent der Fahrzeuge in meist sehr gepflegtem Zustand und ohne jegliche Mängel unterwegs. Lediglich 18,4 Prozent der historischen Fahrzeuge aus diesem Zeitraum weisen „geringe Mängel“ auf, bei nur 6,6 Prozent stellten die GTÜ-Prüfingenieure „erhebliche Mängel“ fest. (GTÜ)

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