“Nicht Blinken” – Blinkmuffeln drohen nicht nur Bußgelder

Das Blinken ist das wichtigste Kommunikationsmittel im Straßenverkehr, da es für zahlreiche Fahrmanöver und Situationen im täglichen Straßenverkehr absolut notwendig ist. Allerdings vergessen viele Verkehrsteilnehmer, beim Abbiegen oder Spurwechsel den Blinker zu setzen oder Handzeichen zu geben. Wenn ein Fahrer aber nicht klar kommuniziert, was er vorhat, kann es zu Missverständnissen und Unfällen kommen.

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a. D.: „Ob Bequemlichkeit, Egoismus oder Regel-Unkenntnis, es gibt keine Ausrede für Blinkmuffel. Der Verkehrsraum ist ein sozialer Raum, in dem es ohne Kommunikation nicht geht. Blinken und Handzeichen sind einfache nonverbale Handlungen, die jeder beherrscht und die helfen, Absichten mitzuteilen und unnötige Konflikte, Frustration und Unfälle zu vermeiden.“

Situationen, in denen geblinkt werden muss

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt vor, in welchen Situationen der Blinker oder das Handzeichen erforderlich sind – beispielsweise beim Abbiegen, Wechsel der Fahrspur, Überholen, Umfahren eines Hindernis, Anfahren aus Halte- und Parkposition oder bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr. Die Fahrtrichtungsanzeige muss immer gegeben werden, auch wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer in direkter Nähe sind. Dadurch wird sie ein Automatismus, genauso wie das Anschnallen oder der Schulterblick.

Irgendwann oder irgendwie darf allerdings auch nicht geblinkt werden. Die Fahrtrichtungsanzeige muss rechtzeitig und eindeutig erfolgen. Ein Auto- oder Motorradfahrer darf nicht nur einmal das Blinkzeichen geben, da dies leicht übersehen werden kann.

Für einen Radfahrer gilt, dass er sich falsch verhält, wenn er das Handzeichen erst gibt, wenn er sich schon im Abbiege- oder Überholvorgang befindet. Auch darf er nicht nur einen Finger abspreizen, sondern muss klar erkennbar die Hand heraushalten.

Blinken vergessen – diese Bußgelder drohen

Da die Zahl der Blinkmuffel steigt jährlich steigt, und sich dadurch die Zahl der Unfälle häufen, wird ein Verstoß auch geahndet. Wer bei den oben genannten Situationen nicht blinkt und erwischt wird, muss ein Bußgeld über 10 Euro zahlen, ein mangelhafter Blinker, der nicht funktioniert oder z. B. unsichtbar verdreckt ist, kostet 15 Euro. Kommt es wegen „nicht Blinken“ noch zu einer Gefährdung, sind 30 Euro fällig, kommt eine Sachbeschädigung hinzu 35 Euro.

Wenn es wegen „Nicht Blinken“ kracht, kann´s richtig teuer werden

Wenn es aufgrund eines nicht gesetzten Blinkers und somit zu einem verschuldeten Verkehrsunfall kommt, was schnell beim Spurwechsel passiert und einer in einen reinkracht, kann es richtig teuer werden. Denn wenn man Pech hat, weigert sich die Versicherung aufgrund der Sachlage einzuspringen, und der entstandene Schaden muss komplett selbst übernommen werden. (DVW)

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