Nachruf zu Bruce Meyers, dem Erfinder des Buggy

Bruce Meyers lebte ein Leben, über das die meisten Menschen nur lesen. Als Surfer, Erfinder, Künstler und Rennfahrer destillierte Meyers die Essenz der südkalifornischen Autokultur der 1960er Jahre mit der Erfindung seines Meyers Manx, einem Buggy auf VW-Käfer-Basis, der dort fuhr, wo der Bürgersteig endete.

Im Februar 2021 ist Bruce Meyers im Alter von 94 Jahren verstorben. Als Schöpfer des Rennens, das als die berühmte Baja 1000 bekannt wurde, war Bruce bis zuletzt eine belebende Seele der Autokultur, er lebte und feierte die Freiheit, die das Off-Roading schafft. Obwohl seine Firma nur etwa 7.000 der originalen Meyers Manx-Fahrzeuge mit Fiberglas-Karosserie baute, wurde das Design zum Synonym für die Idee eines „Dünenbuggys" und das Fahren in der Brandung und im Sand. „Mein Leben war voller Abenteuer", sagte Meyers 2017. „Ich möchte, dass die Menschen ein Abenteuer im Leben haben."

Geboren 1926 in Los Angeles, wuchs Meyers rund um Strände, Surfen und Fahrzeuge auf; sein Vater war ein bekannter Autohändler. Als der Zweite Weltkrieg die Nation zum Dienst rief, meldete sich Meyers zunächst bei den Merchant Marines, dann bei der Navy. Im Jahr 1945 war er an Bord des Flugzeugträgers USS Bunker Hill, der von Kamikaze-Fliegern getroffen wurde. Fast 400 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, Meyers überlebte.

Nach dem Krieg kehrte Meyers nach Hause zurück und besuchte eine Kunstschule. Er verbrachte viel Zeit auf dem Surfbrett und lernte, wie man Segelboote aus dem damals neuen Material Fiberglas baut. Da er viel Zeit abseits der ausgetretenen Pfade verbrachte, bemerkte Meyers, dass viele seiner kalifornischen Mitbürger Volkswagen Käfer ohne viele Karosserieteile benutzten, um die Dünen zu durchqueren, mit denen herkömmliche Fahrzeuge mit Vierradantrieb nur schwer zurechtkamen.

Im Jahr 1964 machte sich Meyers daran, einen besseren Weg durch den Sand zu finden. Unter Verwendung des VW Käfer-Grundrisses und dessen Fahrwerk baute er in Handarbeit eine Fiberglaswanne mit chromumrandeten Scheinwerfern im „Bug-Eye"-Stil auf. Anstatt eine Sammlung anderer Fahrzeuge zusammenzuschustern, wollte er etwas schaffen, das Spaß macht und künstlerisch anmutet, mit einem Hauch von Hotrod-Inspiration. Das Ergebnis wurde „Old Red" genannt, und sein Look sollte eine ganze Kultur von erschwinglichen und leichten Käfer-Buggys auslösen. „Es war ein phänomenaler Erfolg", sagt Meyers. „Plötzlich wollte jeder dieses fröhliche, kleine Auto haben. Es ist eine Visualisierung von Freundschaft und Liebe."

Ein paar Jahre später beschlossen Meyers und seine Freunde, mit ihrem Buggy nach Mexiko zu fahren, wo Motorradfahrer Langstreckenrennen durch das Wüstenterrain veranstalteten. Nach nur wenigen Tagen Vorbereitung gewannen Meyers und ein Beifahrer das Rennen, aus dem später die Baja 1000 werden sollte, eines der populärsten Offroad-Rennen der Welt.

Meyers gründete eine eigene Buggy-Firma, die als Meyers Manx bekannt wurde. Sein Design erwies sich als zu begehrt, um es schützen zu können. Der Versuch, seinen Buggy patentieren zu lassen, misslang. Während fast 7.000 Manx-Einheiten produziert wurden, überschwemmten unzählige Nachahmer-Versionen den Markt. Eine Insolvenz zwangen Meyers schließlich, sein Geschäft zu schließen. Die Schätzungen variieren, aber Quellen stimmen darin überein, dass weltweit mehr als 250.000 von Meyers inspirierte Buggys gebaut wurden. Erst fast 30 Jahre später begann Meyers im Jahr 2000 wieder neuen Buggys herzustellen, immer noch auf dem Beetle-Chassis basierend und jetzt mit zwei statt vier Sitzen.

Der originale „Old Red" wurde 2014 in das National Historic Vehicle Register aufgenommen und repräsentiert ein Design, das von unzähligen Fans weltweit geschätzt wird. Im Jahr 2020 verkaufte er die Firma an einen Investor, der sie im nördlich von San Diego gelegenen Oceanside weiterführt.

„Ich war einfach ein Charakter, der einen Lebensstil lebte, der mit Traditionen brach", sagte Meyers, „und der Dünenbuggy tat das."

Ruhe in Frieden, Freund. Wir werden dich schmerzlich vermissen. (Fotos: Volkswagen of America)

 

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