Maßgeschneidertes Unikat: 1953 Porsche 356 Custom Limousine

Vor rund zwei Jahrzehnten führte John Dixon beim Amelia Island Concours d'Elegance ein Gespräch mit einem Automobilillustrator in Daytona Beach, Florida. Die beiden diskutierten über eine Autokreation, die sich John für die Hochzeit seiner Tochter vorstellte: Eine Porsche-Limousine, die die Eleganz dieses besonderen Tages mit etwas Persönlichem kombiniert. Dank des aufmerksamen Blicks von Don Boeke entstand in seinem gleichnamigen Customizing-Shop in Dayton, Ohio, dieses außergewöhnliche Unikat, eine rundum maßgeschneiderte, lange 356er Limousine, die RM Sotheby´s in seiner Auktionsliste mit $120.000 - $ 250.000 beziffert.

Das Boeke-Team half dabei, mehrere ausgeschlachtete Porsche 356 zu finden, die bei diesem Projekt wieder zum Leben erweckt werden konnten. Der vordere Teil des Wagens stammt von einem 356er mit gebogener Frontscheibe aus dem Jahr 1953, der im Februar 1953 über den örtlichen Importeur Sonauto auf den französischen Markt gebracht wurde. Diese Autos waren die ersten mit durchgehender Windschutzscheibe, die nicht durch eine schmale Säule in zwei Einzelscheiben getrennt war, wie es sich Porsche aufgrund des Materialmangels nach dem Krieg vorstellte. Bei dieser Front fehlen zudem die späteren, kleinen Hupenschlitze unter den Scheinwerfern, was dem Auto einen besonders cleanen Look verleiht.

In der Limousine stecken mehrere 356er Porsche

Das Heck der Limousine wurde aus den anderen Wagen zusammengesetzt. Die größte Herausforderung war die Länge der Limousine, nicht nur bezüglich der Konstruktion sondern dabei auch dem Design des 356er treu zu bleiben. Die vorderen Türen zum Chauffeurabteil sind größtenteils serienmäßig, während die hinteren Türen hinten angeschlagen wurden. Chromverzierungen an den Seitenfenstern oder auch die Signalwinker aus der Zeit zeugen von hoher Detailgenauigkeit.

Das hellbraune Stoff-Schiebedach entspricht dem einer modernen Limousine. Für eine bessere Fahrzeugnutzung wurde eine Gepäckablage an der Motorabdeckung montiert. Kleinigkeiten wie ein originales Sonauto-Paris-Emblem auf der Motorabdeckung oder restaurierte Reutter-Embleme an den Fahrzeugseiten wurden mit größter Sorgfalt angebracht wurden. Die Chrom-Limousinen-Embleme entsprechen dem Porsche-Stil und sind auch an den vorderen Kotflügeln und am Kofferraumdeckel zu finden. Auf den verchromten Felgen mit Radkappen sind Weißwandreifen montiert, die das elegante Erscheinungsbild des in Grand Prix White lackierten Autos zusätzlich unterstreichen.

Innen sind die Vordersitze mit Stoffmittelteilen und Kunstlederkissen bezogen, wobei sich deren Muster in den Türverkleidungen wiederholt. Frühe 356er-Details blieben durchgehend erhalten, wenn auch mit geschmackvollen Änderungen. Das Lenkrad und alle Schalter, einschließlich für die Luftfederung, die für die zusätzliche Beladung durch Fahrgäste eingebaut wurde, sind in einem Mokka-Farbton ausgeführt, der mit dem Innenraum perfekt harmoniert.

Das Passagierabteil - eine Zeitreise zurück in die 1950er Jahre

Eine Wand mit Glasfenster trennt das Abteil des Chauffeurs von dem der Passagiere. Zwar bietet der hintere Bereich nur Sitzplätze für zwei Personen, dafür aber ein grandioses Raumangebot zum Wohlfühlen. Dazu kommt eine klassische Holzinnenausstattung, bei der es zahlreiche, sehr liebevoll ausgesuchte und aus den 1950er Jahren stammende Accessoires zu entdecken gibt, darunter ein Fahrenheit-Thermometer, das die Innen- und Außentemperatur anzeigt, eine analoge Veidel-Uhr, eine Blaupunkt-Metallradioblende und ein kleiner Aschenbecher mit filigranem Blumendesign , der aussieht, als hätte ihn ein zeitgenössischer Ausstatter der frühen 1950er Jahren angebracht, um den damaligen Bedürfnissen gerecht zu werden.(Fotos: Darin Schnabel / RM Sotheby's)

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