Kerniger Porsche fürs Grobe: Kai Burckhards Porsche 911 Syberia RS

Als Kai Burkhard damit liebäugelte, sich ein neues Fahrspaß-Auto anzuschaffen, hatte er alles andere als banalen Mainstream im Auge. Ursprünglich wollte er im Herbst 2018 seinen Fuhrpark um einen Humvee erweitern, genauso ein Monster wie das bei den DMAX Steel Buddies. Doch nach einer Probefahrt verwarf er die Idee. Das anvisierte militärische Viech brachte es gerademal auf schlappe 80 Kilometer pro Stunde, eindeutig zu wenig für Kais Geschmack. Zudem war eine Lkw-Zulassung notwendig und der Army-Brocken, selbst ohne Spiegel, zu breit für die Garage.

 

86er Porsche G-Modell im Topzustand aus Nippon

 

Aber warum als eingefleischter 911er-Fan eigentlich von der Marke Porsche abschweifen? Kai besann sich und schwenkte um. Bei der Suche nach einer passenden Basis für sein neues Spaß-Projekt stieß er auf einen 86er Porsche G-Modell, Standort Japan. Trotzdem schlug er sofort zu und holte den Wagen in sehr gutem Sammlerzustand nach Deutschland. Schlussendlich war es  seine Idee, einen 911er für alle Fälle aufzubauen, einen, mit dem man auch quer durchs Gelände pflügen kann. Und warum der Name Syberia RS? Kai hätte schon immer gerne bei der Transsyberia Rallye mitgemacht, die von 2003 bis 2008 stattfand. Aber damals war es bei ihm einfach zu früh in der Karriere, um so ein Abenteuer zu starten.

 

Es folgten erste Design-Entwürfe, später die Änderungen der Radausschnitte und die Herstellung der Kotflügelverbreiterungen. Danach wurde ein Überroll-Käfig inklusive Seitenstreben an den Türen als lebenserhaltene Maßnahme implementiert. Was die Umsetzung zum Thema „Lkw-Reifen auf 16-Zoll-Fuchsfelgen“ angeht, das war ein ganz spezielles und langwieriges Kapitel für sich. Zudem nahmen unzählige weitere technische Arbeiten viel Zeit  in Anspruch. In dieser Zeit wurde auch der Innenraum des Porsche artgerecht nach den Ideen von Kai überarbeitet, darunter Recaro-Schalensitze und ein griffiges Momo-Lenkrad. 

 

Maßgeschneiderte Federn von H&R

 

Als es darum ging, Traktion, Dynamik und Fahrkomfort zu perfektionieren, kam die „Taylor-Made“- Abteilung von H&R-Spezialfedern ins Spiel. Doch das Serien-Fahrwerk des G-Modells bot nach eingehender Untersuchung keine Basis, um den Ansprüchen des Auftraggebers gerecht zu werden. So wanderten die serienmäßigen Drehstabfedern des Porsche in den Altmetallcontainer unddie Entwicklungsingenieure bauten eine komplett neue Fahrwerksgeometrie auf. Als Ersatz der Drehstäbe fungieren nun in Einzelanfertigung hergestellte federtragende Stoßdämpfer mit variabler Höhenverstellung, die auf den immensen Federweg abgestimmt wurden. Damit einher ging die Konstruktion spezieller Federteller und Stützlager, RS-Stabilisatoren sorgen für die nötige Spurtreue und präzisieren das Fahrverhalten.

Das Ergebnis der finalen Testfahrten stieß auf völlige Begeisterung. Genauso wie bei den Lesern der H&R Social Media-Kanäle. Und so liegen H&R bereits mehrere Anfragen für eine Nachfertigung des Fahrwerks von Burkhards 911er vor.(Fotos: H&R)

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