Gutes von gestern: Dieser 1984er PCS-Buggy ist fit wie eh und je

Ein VW-Buggy ist die Reduktion aufs Wesentliche: Fahrspaß pur! Und davon bietet ein Buggy jede Menge, vor allem der von Udo Geiger. Dessen PCS-Buggy aus dem Jahr 1984 hat es nämlich faustdick unter dem hübsch geschwungenen Kunststoff-Kleid, denn hier werkelt ein 160 PS starker Formel-V-Motor.

Es war einmal...

Rückblende: In den frühen 60er Jahren hatte der US-Amerikaner Bruce Meyers eine geniale Idee und setzte auf das Chassis des VW-Käfers eine offene GFK-Karosserie. Dank eines um ca. 360 mm gekürzten Radstandes wartete seine Konstruktion mit einem knackigen Handling auf. Und aufgrund des leichtgewichtigen Bodys begeisterte das Gefährt mit hervorragenden Beschleunigungswerten. Der Strand-Buggy („Meyers Manx“) war geboren!

Die Idee dazu hatte sich Meyers von den automobilen Eigenbauten der kalifornischen Muschelsucher abgeguckt, mit denen sie seinerzeit durch die Sanddünen pflügten. Nach erfolgreichen Motorsport-Einsätzen wie bei der „Rallye Mexican 1000“ wurde sein Buggy namens „Manx“ im Sunny State schnell populär.

Der Zweisitzer macht Furore

Auch außerhalb Kaliforniens gewann das Buggy-Konzept rasch Freunde und fand allerdings auch Nachahmer, die ihrerseits eigene Modelle auf den Markt brachten. Da es Meyers auf dem Gerichtswege nicht gelang, seine „Erfindung" patentrechtlich zu schützen, erschienen schon bald etliche Fahrzeuge im Buggy-Style auf der Bildfläche. Und so schwappte die Buggy-Welle binnen kurzer Zeit natürlich auch nach Europa, wo ebenfalls diverse Hersteller der Spaßgemeinde unter der Automobilisten sowohl Bausätze als auch Komplettfahrzeuge mit unterschiedlichen Motorisierungen anboten. Zu ihnen zählte die Firma PCS (Poly Car Styling), unter deren Label von Anfang der 80er bis in die Mitte der 90er Jahre diverse Modelle gefertigt wurden. Bei Udos Buggy handelt es sich um ein 1984 montiertes Fahrzeug mit der ungekürzten Bodengruppe (PCS-L)  eines 65er Käfers. Einige Sommer bereitete der Buggy Udo jede Menge Spaß, verschwand dann aber doch für die folgenden 25 Jahre in der Garage.

Der Buggy feiert ein grandioses Comeback

Nach diesem langen Dornröschenschlaf fasste Udo 2015 den Entschluss, den Buggy zu reanimieren. Innerhalb eines Jahres erfolgte der komplette Neuaufbau mit Überarbeitung aller Komponenten. Dabei wurde die Fahrzeugtechnik direkt so ausgelegt, dass er mit seinem Buggy an Klassik-Rennen teilnehmen konnte. Der nun verbaute 2,0-Liter-Motor entstammt der Formel-V und leistet stolze 160 PS. Ein entschlossener Tritt aufs Gaspedal und der PCS prescht binnen fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Begleitet wird die beachtliche Performance von einem tollen Sound, der nicht zuletzt der sonor klingenden Auspuffanlage mit ihren aus den Seitenkästen hervorlugenden Auslässen zu verdanken ist.

Sportliches Setup

Aufgerüstet mit einem straffen Cup-Rennfahrwerk und einer bissig zupackenden Bremsanlage mit vier Scheiben rundum, trägt Udo der dynamischen Performance des bärenstarken Buggy angemessen Rechnung. Auf den Achsen drehen sich reizvolle, schwarze Mangels-Felgen im 15-Zoll-Format, welche mit Bridgestones (205er vorne und 275er hinten) bestückt sind. Die Karosserie punktet optisch mit einem elegant-energetischen Finish in dem modern anmutenden Farbton „Selenitgrau Magno“, den Udo im designo-Programm von Mercedes-Benz ausfindig machte.

Vintage-Parts im Innenraum runden die Optik perfekt ab

Hier sorgen Porsche-Schalen und Momo-Lenkrad für ein klassisches Sportflair, die bereits im Jahr 1979 in Dienst gestellt wurden. Hinzukommen zahlreiche Zusatz-Instrumente, die Udo auch in der Hitze eines spannenden Renngefechts den kontrollierenden Blick auf die wesentlichen Motor-Daten seines 160-PS-Buggys ermöglichen. Bleibt nur zu hoffen, dass Udo nicht auf den dummen Gedanken kommt, diese tolle „Sportschnitte“ wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen, denn dazu ist sie nun wirklich zu schade.

 

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