GP Ice Race mit Zuschauer-Rekord und begeisternder Action in Zell am See

Das ist Wintersport vom allerfeinsten. In Zell am See (Kaprun) fand am vergangenen Wochenende das 2. GP Ice Race statt. Ein großes Drift- und Motorsport-Spektakel für moderne und historische Fahrzeuge in den österreichischen Alpen. Fast 16.000 Zuschauer fanden den Weg in das Wintersport-Mekka Zell am See und erlebten eine Show mit faszinierenden Fahrzeugen und lebenden Legenden.

Wenn Ferdinand Porsche ruft, kommen sie alle. Zusammen mit Vinzenz Greger ist er der Initiator der Veranstaltung. Hersteller wie Porsche, BMW, Audi, Skoda und Volkswagen wollen sich das Spektakel natürlich nicht entgehen lassen und zeigen Automobil-Ikonen der Vergangenheit und der Zukunft.

Skijöring ist das Highlight beim GP Ice Race

Das heutige GP Ice Race ist mehr oder weniger ein Revival des internationalen Motorrad- und Auto-Eisrennen in Zell am See, welches 1952 zum ersten Mal stattfand. Bis in die 70er Jahre wurde das Rennen auf dem zugefrorenen See ausgetragen, 2019 erlebte das Event eine Wiedergeburt. Austragungsort ist allerdings nicht mehr der See, sondern der Flugplatz in Zell. Ein besonderes Highlight ist das sogenannte Skijöring. „Dabei wird ein Skiläufer vom Rennwagen gezogen“, erklärt Vinzenz Greger. Früher waren Pferde für das Skijöring vorgesehen, danach folgten Motorräder und ab 1953 durften auch Autos die festgebundenen Skifahrer hinter sich herziehen. Die Tradition findet nun beim modernen GP Ice Race eine Fortsetzung.

Volkswagen zeigt heißes Quartett

Auch Volkswagen zeigte beim GP Ice Race eine spannende Mischung aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Das Quartett von VW-Motorsport bestand aus dem legendären Salzburg-Käfer, dem Beetle R von Rallycross-Weltmeister Tanner Foust, einem Erprobungsfahrzeug für einen rein elektrischen Tourenwagen im Gewand eines VW Golfs mit ID.R-Technik und dem brandneuen T-Roc R. Ebenfalls dabei waren die beiden Rennfahrer und Markenbotschafter Benjamin Leuchter und Jasmin Preisig.

Aber auch die deutsche Rennfahrer-Legende Hans-Joachim “Strietzel” Stuck umrundete die Strecke in Zell am See in seinem Formel-1-Boliden aus dem Jahr 1976, einem Jägermeister March-Cosworth 741. Der Renner war mit Doppelbereifung mit Spikes an der Hinterachse unterwegs, um die 480 PS auf die Piste zu bringen. Der V8-Motor lieferte brüllenden Sound bei 11.200 Touren.

Beim GP Ice Race boten nahezu 150 Teilnehmer spektakulären Motorsport. Die acht Wettkampfklassen reichten von modernen Rallyeboliden über klassische Automobile und Buggys bis zum Skijöring, bei dem Skiläufer von Rennwagen gezogen wurden. Die Allrad-Klasse gewann der Österreicher Simon Wagner (ŠKODA FABIA Rally2 evo), bei den zweirad-angetriebenen Tourenwagen siegte Porsche Werksfahrer Richard Lietz, am Start mit seinem privaten Porsche 911. Wolfgang Zobl war der Schnellste bei den Buggies, der frühere österreichische Rallye-Staatsmeister Kris Rosenberger gewann mit seinem Porsche 911 die Klassik-Wertung. In der Skijöring-Klasse mit zweirad-angetriebenen Fahrzeugen zog Richard Lietz Skiläufer Matteo Fleischmann mit seinem Porsche 911 zum Sieg. Bei den Allradlern der Skijöring-Kategorie gewannen Helmut Hauser (Fahrer eines Mitsubishi Lancer evo X) und Josef Eberharter.

Zufriedenheit bei Porsche und Greger

Auch die beiden Initiatoren Ferdinand Porsche und Vinzenz Greger zeigen sich nach einem erfolgreichen Wochenende zufrieden: „Vielen Dank an alle, die dieses tolle Wochenende mit ihrem Engagement möglich gemacht haben. Wir freuen uns schon auf das GP Ice Race im nächsten Jahr“, betont Ferdinand Porsche. Greger ergänzt: „Wir werden den neuen Termin zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.“ Auch wir von VAU-MAX.de werden den Termin fest in unserem Kalender 2021 vormerken.

Bilder: Niclas von Glahn

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.