Echter Hingucker: 57er Ovali mit dänischen Wurzeln

Im Jahr 2013 kaufte der Däne Jesper diesen Käfer Baujahr 1957, an dem er zum Ausgleich zu seinem Job am Flughafen gerne herumschraubt. Was optisch daraus wurde, ist ein Mix aus den Stilrichtungen Cal und Resto Cal verschiedener Decaden, der echt gut aussieht. Aber bis es so weit war, verpasste Jesper seinem Ovali erst einmal einen größeren Motor mit 1.600 ccm, mit dem der Käfer die 100 km/h-Marke in 15 Sekunden schafft. Mit den rund 65 PS bringt es der mittlerweile 61 Jahre alte Käfer immerhin auf bis zu 145 km/h. Den originalen, noch funktionstüchtigen 1.200-ccm-Motor behielt Jesper zur Sicherheit, nach der Devise man weiß ja nie". Der neue Motor bekam einen Doppelvergaser aufgepflanzt und schärfere Nockenwellen wurden implantiert. Das Getriebe seines Ovali stammt übrigens von einem 74er „Jeans"-Modell und läuft bis heute noch ohne Macken.

Satter Tiefgang auch ohne Airride-Fahrwerk

Die beeindruckende, statische Tieferlegung des Käfers verdankt er einem Achskörper von DUBfactory, drop spindle sowie kürzeren Stoßdämpfern an der Vorderachse. An der Hinterachse versetzte Jesper die Drehstäbe um zwei Zähne, spendierte dem Käfer gekürzte Dämpfer und veränderte das Federschwert, um sein Schmuckstück dem Asphalt noch näher zu bringen.

Auch die Felgen-Reifen-Kombination, die sich im Radkasten nur erahnen lässt, wurde von Jesper ebenfalls selbst verändert. Die Vorderachse blieb mit den 4,5 x 15“-Felgen dezent gehalten. Die Hinterachse gestaltete sich etwas aufwändiger. Dort arbeitete Jesper das Original Käferemblem in eine Mercedes-Felge im Format 6,5 x 15" ein. Mit den Atlas-Weißwandreifen an Vorder- und Hinterachse und den in Wagenfarbe lackierten Felgen  harmoniert die Optik wieder perfekt, und ohne einen Sturz würden die Hinterräder sowieso nicht in die Radkästen passen.

Die funktionstüchtigen Winker sind ein schöner Eyecatcher

Zu seinem kultigen Look verhelfen dem Käfer die noch intakten originalen Winker an der B-Säule, die US-Stoßstangen und natürlich die Alber Swan-Spiegel. Für die Beleuchtung sorgen Bosch-Nebelscheinwerfer, die originalen Ovali-Rückleuchten sowie eine Nebelschlussleuchte von Ford.

Der Innenraum blieb dagegen komplett im Originalzustand Die Besonderheit des Interieurs spricht allerdings für sich. Hier findet der Betrachter ein originales Blaupunkt-Radio Frankfurt, eine Bambusablage unter dem Armaturenbrett, ein Kartennetz am Dachhimmel, links neben dem Lenkrad eine Tankanzeige und Automatikuhr im Handschuhfach sowie eine Heckjalousie und einen Lucas-Rückspiegel mit Abblendfunktion.

Anders als viele „Altblechfahrer" kann sich Jesper über einen großen Reparaturbedarf seines Käfers nun gar nicht beklagen, denn die letzte Reparatur an seinem geliebten Schätzchen war gerademal eine Runderneuerung der originalen Bremsen.

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