Rock'n'Roller: 1989er Porsche 911 Speedster

Der ursprüngliche Porsche 356 Speedster aus den Jahren 1954-1959, der auf Drängen des mächtigen US-Importeurs Max Hoffman gebaut wurde, sollte ein preiswerter Sportwagen für den Jugendmarkt sein. Sein pfiffiges Aussehen und seine minimalistische Ausstattung, zu der eine abgeschnittene Windschutzscheibe und ein Verdeck nur für Notfälle gehörten, kamen bei den Kunden gut an, und originale Speedster werden von Porsche-Enthusiasten bis heute händeringend gesucht und geschätzt.

Nachdem das Modell 1959 eingestellt worden war, kursierte sein Speedster-Konzept noch 30 Jahre lang in der Fabrik, bevor Styling-Chef Tony Lapine einige seiner Merkmale auf ein Kleinserienmodell übertrug, um die Horden zu beruhigen, die schon sehnsüchtig auf den neuen Porsche 911 Typ 964 warteten. Der neue Speedster kostete 65.000 Dollar, was einen Aufpreis von 12.000 Dollar gegenüber dem 911 Targa bedeutete, und verfügte. Er war ein echtes Zwei-Personen-Auto mit zwei markanten 'Kamelbuckeln', die den Raum abdeckten, in dem sich der rudimentäre Rücksitz des 911 versteckte und verfügte über eine abgeschrägte Windschutzscheibe.

Es wurden nur 2.065 Speedster gebaut, von denen lediglich 824 Exemplare in die USA geliefert wurden, wodurch eine große Nachfrage entstand und die Preise bis auf 100.000 Dollar kletterten. So wundert es nicht, dass der Speedster bereits zu einem Sammlerstück wurde, als er gerade neu war. Und das ist er bis heute geblieben, und fast jede bedeutende Porsche-Sammlung hat einen solchen Wagen in ihren Mauern.

Der hier präsentierte Wagen Baujahr 1989 wurde nachweislich von der deutschstämmigen Barbara Orbison, der Ehefrau der Rock'n'Roll-Legende Roy Orbison und selbst eine bekannte Musikproduzentin und Unternehmerin, neu gekauft. Nur wenige Monate zuvor, am 6. Dezember 1988, war ihr Ehemann verstorben. Roy Orbison hatte eine außergewöhnliche Karriere und wurde mit Hits wie 'Pretty Woman' und 'You Got It' bekannt. Zudem spielte er zusammen mit Musikgrößen wie Tom Petty, Bob Dylan und vielen anderen bekannten Musikkünstlern.

Dieser Speedster blieb seit seiner Neuanschaffung gut erhalten. Er hatte zur Zeit seiner Versteigerung durch RM Sotheby´s etwa 18.000 Meilen auf dem Tacho und wies die leichten Gebrauchsspuren auf, die bei einem Auto zu erwarten sind, dessen Besitzer ihn in vollen Zügen genossen hat. Die Fahrgestell-, Motor- und Getriebenummern stimmen mit denen im Porsche-Echtheitszertifikat überein, ebenso wie die zahlreichen seltenen Sonderausstattungen, darunter das Blaupunkt Cheyenne-Radio (das das ursprüngliche 'Charleston'-Modell ersetzte), elektrisch höhenverstellbare Sportsitze, ein Staufach anstelle der Rücksitze, ein Tempomat, eine werksseitige Alarmanlage, eine Klimaanlage, ein Kofferraum mit schwarzem Velours ausgekleidet und die kalifornische Emissionsausrüstung. Darüber hinaus bestätigt das Echtheitszertifikat der CoA, dass es sich um einen der wenigen Speedster handelt, die ursprünglich in der begehrten Farbkombination Dreifach-Schwarz lackiert wurden.(Quelle: RM Sotheby´s / Fotos: Patrick Erzen / RM Auktionen)

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