Britisch modifiziert: 1964er Porsche 356 C Outlaw

Besonders ausgefallen individualisierte „Outlaw'-Versionen des kultigen Porsche 356 gehen auf die Hot-Rod-Bewegung der Nachkriegszeit in Südkalifornien zurück. Heute haben sie sich zu begehrten Klassikern entwickelt, die Schönheit und Handwerkskunst der alten Welt mit modernen Upgrades für eine bessere Leistung und Fahrdynamik als ab Werk vereinen.

Dieser sehr geschmackvoll ausgeführte und gut dokumentierte 356 C Outlaw ist keine Ausnahme, denn er profitiert von umfangreichen mechanischen und innenarchitektonischen Modifikationen, die unter anderem von den britischen Porsche-Spezialisten Transend und PR Services durchgeführt wurden. Der in Schwarz mit roten Rennstreifen lackierte Wagen soll noch die Original-Karosserie besitzen und in Deutschland unter dem vorherigen Besitzer neu lackiert worden sein.

Der Motor ist ein flacher 616/36-Vierzylinder der letzten Generation, der aus einem Porsche 912 stammt und vom führenden britischen 356-Spezialisten Andy Prill modifiziert wurde. Der Hubraum wurde auf 1.720 Kubikzentimeter vergrößert und der Flat-Four-Motor wurde unter anderem mit einem Full-Flow-Ölsystem, Shasta-Kolben und -Zylindern, einer Neutek-Nockenwelle, Solex 40 PII-Vergasern und einer Petronix-Zündung umgebaut.

Das Getriebe, der hintere Antriebsstrang und die Scheibenbremsen wurden ebenfalls überarbeitet. Letztere wurden auf ein Zweikreissystem umgestellt. Die Aufhängung bekam eine  Frischzellenkur und verfügt nun über Koni Classic-Stoßdämpfer und einen größeren 17-Millimeter-Stabilisator, der für rasante Fahrten auf der Straße und den Einsatz im Wettbewerb ausgelegt ist. Als Anlasser dient nun ein Porsche-Standardaggregat, und die Verkabelung der Sechs-Volt-Elektrik wurde überprüft und, wo nötig, erneuert. Zudem bekam der Wagen Halogen- oder LED-Lampen.

Der Innenraum glänzt mit aufgefrischten, maßgefertigten und rotem Leder bezogenen und dazu mit Vierpunktgurten ausgestatteten Sitzen. Das aus Mahagoni und Aluminium gefertigte Nardi-Lenkrad ist vom selben Typ, der ursprünglich als Werksoption angeboten wurde. Die Instrumentierung soll original sein, mit Ausnahme des Drehzahlmessers, der aus einem 356 Carrera stammt und auf 8.000 U/min mit einer roten Linie bei 6.000 U/min kalibriert sein soll. Weitere Modifikationen umfassen einen Halda Tripmaster-Kilometerzähler, eine mechanische Junghans J30BZ-Flugzeuguhr und eine VDO-Öldruckanzeige anstelle der Originaluhr. Neben der nicht installierten Uhr liegen dem Wagen auch Service-Rechnungen aus dem Jahr 1986 bei. Dieser 356 Outlaw steht im Oktober bei der „Open Road“-Auktion von RM Sotheby´s in New Jersey zur Versteigerung. (Photos: RM Sotheby´s)


 

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