Das Fittipaldi-Auto: Pablo Escobars 1974er Porsche 911 IROC RSR

Dieser äußerst seltene Porsche steht momentan bei der Atlantis Motor Group in Boca Raton, Florida, zum Verkauf. Dabei handelt es sich um einen Porsche 911 IROC RSR, einer von 15 Fahrzeugen, die 1974 für das International Race of Champions, bekannt auch als IROC, gebaut wurden.

Bei diesem Rennen sollten zwölf Fahrer aus verschiedenen Fahrdisziplinen in völlig identischen Sportwagen gegeneinander antreten. Die Idee dazu stammt von dem US-amerikanischen Geschäftsmann Roger Penske, einer der erfolgreichsten Rennstall-Besitzer, der mit einem lukrativen Wettbewerb (Preisgeld 175.000 US-Dollar) außerhalb der Renn-Saison die weltbesten Rennfahrer zusammenbringen wollte.

In der ersten Saison im Winter 1973/74 trafen sich Rennfahrer aus der Formel 1, NASCAR, IndyCar und Can-Am auf dem Riverside Raceway und in Daytona zu vier Läufen. Die Fahrer waren Mark Donohue, Peter Revson, Bobby Unser, David Pearson, Richard Petty, AJ Foyt, Emerson Fittipaldi, George Fullmer, Dennis Hulme, Bobby Allison, Gordon Johncock und Roger McClusky. Alle Zwölf gingen in dem gleichen maßgeschneiderten Porsche 911 Carrera RSR, bestückt mit dem damals neuen, 315 PS starken 3,0-Liter-911/74-Flat-Six inklusive einer mechanischen High Butterfly Einspritzanlage an den Start, der in Weissach speziell für die IROC-Rennserie gebaut wurde. Die drei restlichen Fahrzeuge waren für die Ersatzfahrer. Da die Rennen im neuen Farb-Fernsehen übertragen wurden, bekamen die Fahrzeuge auffällige, grelle Lackierungen in den verschiedensten Farben. Neben den Fahrzeugnummern trugen die Wagen den Nachnamen des jeweiligen Piloten, die in großen, gut leserlichen Lettern auf den Türen und der Frontscheibe klebten.

Nach Beendigung der ersten IROC-Serie in 1974 verkaufte Penske alle 15 Autos 1974 an private Rennfahrer und diverse Teams. Nach einer Saison in der IROC wurde der von Emerson Fittipaldi gesteuerte 911 RSR an den Privatrennfahrer John Tunstall verkauft, der ihn zusammen mit Charlie Kemp bei einigen IMSA-Rennen einsetzte. Der Wagen lief in der IMSA mindestens bis 1978 und nahm auch an den 24 Stunden von Daytona teil.

Dieser IROC-Porsche in Sahara Beige hier ist das originale „Fittipaldi-Auto“. Die dazugehörigen Unterlagen belegen auch, dass der Wagen im Besitz des 1993 verstorbenen Kolumbianers Pablo Escobar, dem ehemaligen Drogenbaron und Kopf des Medellin-Kartells war, der den Porsche umbauen ließ und das Auto mit einer 935er Karosserie fuhr.

Aufgrund der extremen Seltenheit der Porsche 911 IROC RSR sind die Preise, wenn einmal ein Fahrzeug auf dem Markt erscheint, ziemlich hoch. Zuletzt wurde eines der 15 Fahrzeuge für stolze 2,31 Millionen US-Dollar verkauft. Der von der Atlantis Motor Group angebotene Porsche wurde professionell vollständig restauriert und die Historie des Fahrzeugs ist lückenlos dokumentiert. Der Rarität entsprechend und noch mit Escobar als Vorbesitzer liegt der festgesetzte Verkaufspreis bei 2,2 Millionen US-Dollar oder aktuell rund 1,836 Millionen Euro. (Fotos: Atlantis Motor Group)

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