Bye-bye, Beetle! – Der allerletzte Beetle ist vom Band gerollt

Es ist Zeit, Abschied zu nehmen, vom beliebten VW Beetle. Nach über 1,8 Millionen Exemplaren und 22 Jahren Bauzeit hat Volkswagen am 10. Juli das letzte Modell der Baureihe produziert. Im VW-Werk Puebla lief das letzte Beetle Coupé in der Farbe Denim-Blue vom Band, und wurde von den Arbeitern mit mehr als nur einem weinenden Auge verabschiedet.

Insgesamt rollten die Beetle der zweiten und dritten Generation in 91 Länder dieser Welt, lackiert in 23 verschiedenen Außenfarben, mit 32 unterschiedlichen Innenblenden, dazu 13 verschiedene Motorkonfigurationen und 19 Sondereditionen wie den „Dune“ Beetle, die Sondermodelle „Denim“, „Coast“ oder der „#PinkBeetle“, die auch als Coupé oder Cabrio lieferbar waren.

Seinen vorläufig letzten Parkplatz findet der letzte VW Beetle im Volkswagen-Heimatmuseum in Puebla, wo er ausgestellt werden soll. Statt des Beetle wird im Werk Puebla zukünftig ein neues Kompakt-SUV unterhalb des Tiguan produziert, das speziell auf den nordamerikanischen Markt zugeschnitten sein soll.

1994: Volkswagen präsentiert zum ersten Mal die moderne Interpretation des alten VW Käfer

Als einer der ersten Hersteller wagte sich Volkswagen mit einer Retro-Studie, dem Retro-Concept 1, ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Dabei war die Messlatte extrem hoch gelegt, denn kein geringeres Modell als der original VW Käfer sollte neu und dennoch klassisch interpretiert werden. Die Designer Freeman Thomas und J. Mays lieferten eine geniale Vorlage. Amerika war schlagartig verliebt, und sollte auch bis zum Schluss der Hauptabsatzmarkt bleiben.

Und spätestens mit der Vorstellung des Concept-1-Cabrios im folgenden Jahr war klar, dieser Retro-Käfer wird es in die Serie schaffen. Die Presse jubilierte und in Wolfsburg gab der Vorstand grünes Licht.

1998 - Aus einer Studie ist Realität geworden, der New Beetle ist da!

Vier Jahre nach der Präsentation des Concept-1 war es dann soweit. Das neueste und erste Retro-Modell der Marke Volkswagen hatte es zur Serienreife geschafft. Schon sehr früh zeichnete sich ab, dass besonders der nordamerikanische Markt für das Modell enormes Potenzial bot, ein Umstand, dem das Modell letztendlich auch die Namensgebung „New Beetle“ zu verdanken hat.

Gegenüber der 1994 in Detroit präsentierten Studie kam das spätere Serienmodell mit einigen Änderungen. Am deutlichsten fielen hier die neu angeordneten Blinker, das geänderte Spiegeldesign und der neu gestaltete, vordere Stoßfänger mit größerem Kühlluftgitter im unteren Bereich auf. Ein großflächig geschlossenes Bugteil wie am Concept war aufgrund der Motoranordnung nicht möglich. Anders als beim originalen Käfer war im New Beetle der Motor nun vorne quer eingebaut. Ansonsten waren kaum Abweichungen vom Concept-1 zu verzeichnen. Die charakteristisch geschwungen Kotflügel, das Kuppeldach oder die Trittbretter blieben erhalten und schlugen eindrucksvoll die Brücke zum alten Käfer.

Doch ausgerechnet die Käfer-Freunde im Ursprungsland konnten sich lange Zeit nicht für den Retro-Käfer erwärmen. Dabei war - bei realistischer Sichtweise - ein Heckmotor-Konzept nicht zu erwarten. Dass der Käfer-Nachfolger, nämlich der Golf, die technische Basis stellte, war eine nachvollziehbare und vernünftige Lösung. Folglich hatten der New Beetle und der Käfer technisch betrachtet kaum etwas gemeinsam. Beim Antrieb wurde auf die gerade erst neu entwickelte Technik vom Golf 4 gesetzt: McPherson Vorderachse, Verbundlenker-Hinterachse sowie der Frontantrieb sorgten für zeitgemäßen Fahrspaß, Komfort und Sicherheit.(Fotos: Volkswagen AG)

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