Begehrtes Golf-Exemplar top restauriert: 1990er VW Golf 2 Rallye

Andre Schalkowsky hat ein Faible für ältere Automobile. Zwar pilotiert er auch einen Audi RS4 über die Straßen der Rattenfängerstadt Hameln, doch der Ingolstädter weicht manchmal auch gerne auf seinen Old School-Fuhrpark aus. Und der kann sich sehen lassen! Neben einem Mercedes W123 mit reichlich Patina und einem Golf 2 mit 16V und nervösem Weber-Vergaser-Setup steht in der Garage von „Icke“, wie Andre von seinen Freunden genannt wird, auch dieser wunderschöne Rallye Golf.

 

Wer einmal versucht hat, eins von den seltenen Exemplaren zu ergattern, die Volkswagen einst zu Homologationszwecken auf die Straße brachte, weiß um die teils skurrilen Preisvorstellungen der Besitzer. Und wer erwartet, ein 30 Jahre altes Auto trotz der deftigen Preise im Bestzustand zu ergattern, der sucht besser woanders weiter. So erwies sich der Rallye Golf, den Icke im Jahr 2016 als Wertanlage aufgabelte, auf den zweiten und dritten Blick nicht unbedingt als „Sonnenschein-Zustand“. So hatte laut Andre schon jemand Hand an einem Unfallschaden angelegt. Die Türen sind ebenfalls nicht mehr die originalen gewesen, was man an den Löchern für die Zierleisten erkennt, die wiederum nachträglich verschlossen wurden: „Der Rallye Golf kommt original ohne Zierleisten und Löcher“.

 

Für Andre keine Riesen-Aktion, Hammer und Schweißgerät zu schwingen, zumal er seine Brötchen als Karosseriebauer verdient und zum Blech eine besondere Beziehung pflegt. So folgte nach dem kompletten Entrosten eine Karosserie-Kur und das Nachziehen einiger kritischer Schweißnähte. Manches davon fällt erst bei ganz genauem Hingucken auf. So ist der Übergang von Kotflügel und Schweller verschweißt, ebenso ist die Sicke unter den Rückleuchten verschlossen. Die sichtbaren Kanten sind nur angedeutet, der Originaloptik zuliebe. „Das sind Stellen, wo es gern mal reißt und kritisch wird, darum habe ich die Bereiche gleich ordentlich verbunden“, sagt Icke, der damit auch verdeutlicht, dass der komplette Seitenbereich seines Rallye-Golf – also vom Kotflügel bis zum Schweller und hinterem Seitenteil mechanisch aus einer Einheit besteht.

 

Deutlich weniger Blicke benötigt der geneigte Betrachter, um an den auffälligen Alus „hängen“ zu bleiben. Um diese Sonderanfertigung rankt sich eine eigene, lange Geschichte, die wir aber auf einige Sätze beschränken wollen. Fakt ist, von diesem Typ „Ballermann Wheels“ in Kreuzspeichen Optik gibt es nicht all so viele Exemplare in der Szene und mit ihren voluminösen Sternen und ihrer industriellen Fräs-Optik sind sie in 7 x 17 Zoll, dank oder trotz der 185/35er Bereifung, ein absoluter Hingucker unter den üppigen Radkästen des Rallye Golf, der übrigens mit einer Neulackierung im edlen Farbton LB7V Graphitmetallic glänzt.

 

Da Icke auch auf perfekte Fahrwerks-Setups steht, konnte es sich der Hamelner auch beim Zweier nicht verkneifen, ein entsprechendes Gewinde-Setup mit HLS Drop-Kit zu verbauen. Die Umbauarbeiten am Motor fielen dagegen eher moderat aus und entlocken dem G60-Triebwerk nun 180 PS - auch eine Methode, sein Geld leistungssteigernd anzulegen.

 

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